Share The Pain - Embrace The Hope - Love The Living

 01.03.2014
VelocitySound Rec. 
VSR 035


 

 
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URS

 
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 Nach einer einjährigen Studiophase stellen The Sonic Boom Foundation ihren neuen, auf VelocitySounds Rec. erscheinendem Release, "share the pain - embrace the hope - love the living" vor. 

 
Wie bei den Vorgängern gilt auch hier kompromisslos: 4-to-the-floor! Ihr solitär in der gegenwärtigen Musiklandschaft stehender Stilmix aus Rave, Metal und Dancefloor mag zwar die Augen trocken halten, rhythmische Zuckungen der Extremitäten sind definitiv garantiert. 
Die Magie der Band ergibt sich aus ihrer Besetzung. Da wo andere an Technobeats frickeln, wird bei The Sonic Boom Foundation am Schlagzeug hart rangeklotzt. Wo sonst zartgliedrige Gitarrenhände Mädchen zum seufzen bringen, wird hier ein Marshall zum Heulen gebracht. Dieser Sound ist wahrhaft "unique"; es gibt wenige Bands, die ähnliche Symbiosen wagen. Das Material ist nicht „Electro“, es ist auch nicht „Indie“... es ist ein Bastard, der gar nicht bequem sein will. Dabei wollen und können die geschmeidigen Hooklines von Sänger FMLYN nie eine Art Pop verleugnen, jedoch meilenweit entfernt vom neumodischen, geklonten Plastik- und Retortensound der Hitfabriken.
Nachdem auf dem letzten 2010 erschienenen Album der Band experimentiert wurde, gibt sich das aktuelle Werk stringent, besinnt sich auf die Usprünglichkeit von Bass und Schlagzeug, dominiert von technoiden Sequenzen. Für die nötigen Irritationen im Gefüge ihres The-Sonic-Boom-Foundation-Sounds hört man etwas, was bislang fast verbannt war: Gitarren! 
Produzent Joey A. Vaising, einer der Köpfe der legendären [[tam]] – Think About Mutation und seines Zeichens Gitarrist und bei The Sonic Boom Foundation für den Bass zuständig, sorgt mit Gitarren-Wänden („kamikaze“) und  Riffing („the direction“) für Spannungen inmitten von Beats und Bässen.
 
"share the pain - embrace the hope - love the living" unterstreicht letztlich einmal mehr, daß die bereits früher von The Sonic Boom Foundation gestellte Frage, wie weit zu gehen man bereit sei, immer noch eine rein rhetorische ist - natürlich stets einen Schritt weiter, als es im allgemeinen vernünftig wäre.



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